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Hannah und die Anderen

Ein Jugendroman für Mädchen und Jungen

ab 13 Jahren

Argument Verlag Hamburg (Jugendbuchreihe ›Nachtbrenner‹), April 2001

Hannah reißt aus.

Im Fluchtgepäck ein Tagebuch voller Erlebnisse, Geschichten und Namen, die ihr Angst machen und sie verwirren. Warum musste sie von zu Hause weg? Und wer sind diese Anderen, die behaupten, zu ihr zu gehören?

Es ist nicht das erste Mal, dass Hannah Dinge tut, die sie nicht versteht, böse Ahnungen hat, die durch nichts begründet scheinen, und Vorwürfe erhebt, die andere in Teufels Küche bringen ...

Hautnah und spannend wie ein Krimi erzählt Adriana Stern die Geschichte eines multiplen Mädchens.


Rezensionen:

“Packend geschildert und bis zum Schluss faszinierend liegt hier ein Roman vor, der dem Leser ganz neue Einblicke verschaffen wird“  krimi-forum

 
AVIVA-Tipp: "Hannah und die Anderen" erzählt von der Schwierigkeit, sich selbst zu finden in einer Gesellschaft, die von Tabus und Schweigen geprägt ist.
Besonders zu empfehlen für junge Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren.


Literaturportal

Adriana Sterns Roman beginnt so rasant, dass er den Geschichten von Joy Fielding Konkurrenz machen könnte. Doch Hannah und die Anderen ist weniger Krimi als ein Psychothriller rund um die Vergangenheit und Gegenwart eines jungen Mädchens mit einer besonderen Persönlichkeitsstörung. Dass die Diagnose auf Schizophrenie oder multiple Persönlichkeit lauten wird, hat der Leser bald erraten, auch die Wahrheit über die familiären Hintergründe Hannahs sind nicht gerade ein Rätsel, dennoch kommt Spannung auf und bleibt erhalten. Das liegt vor allem an der sensiblen, auch sprachlich differenzierten Darstellung Hannahs, bzw. ihrer anderen Persönlichkeiten, die immer hemmungsloser, immer beängstigender an die Oberfläche ihres Bewusstseins brechen.

Rezensionsforum Literaturkritik

Das Thema "Multiple Persönlichkeitsstörung" in einem Roman angemessen und doch unterhaltsam zu behandeln, verlangt große Einfühlsamkeit und Fachkenntnis. Es gibt bisher nur einen Roman, dem das gelungen ist, Adriana Sterns "Hannah und die Anderen", an den auch der deutsche Titel von Matt Ruffs Buch angelehnt wurde.


Eine Leserstimme Berliner Morgenpost Januar 2007

Hannah und die Anderen: Wenn die Persönlichkeit sich spaltet

Gewalt. Ein Thema, das im Alltag häufig auftaucht. Doch noch extremer sind die Folgen, die in schlimmen Fällen bei Kindern auftreten können. Kinder, die misshandelt werden, haben oft so unglaublich harte Dinge erlebt, dass ihre Psyche es nicht verkraftet. Deshalb bilden sie manchmal in ihrem Unterbewusstsein verschiedene Persönlichkeiten, die diese schrecklichen Ereignisse gewissermaßen für sie erleben. Plötzlich existieren zwei oder mehr "Personen" in einem Körper, die alle unterschiedlich denken und verschiedene Fähigkeiten haben. Selbst Namen und Alter stimmen nicht mehr überein.

Jede dieser einzelnen "Persönlichkeiten" existiert für sich. Nur einige wissen von der Existenz der anderen. Manchmal nimmt eine "Person" eine Stimme einer anderen im Kopf wahr.

Da die verschiedenen Persönlichkeiten nicht beeinflussen können, wann sie handeln, kann es einen urplötzlichen Wechsel geben. Die einzelnen Persönlichkeiten leiden daher permanent unter scheinbaren Filmrissen. So ist die eine Person beispielsweise im Bett eingeschlafen und findet sich in einem Bus wieder.

Oft wird Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung wegen der widersprüchlichen Aussagen der verschiedenen Persönlichkeiten nicht geglaubt. Bei multiplen Persönlichkeiten sind ausschließlich traumatische Erlebnisse die Ursachen. Menschen, bei denen die Störung erkannt wird, können mit einer aufwendigen, langwierigen Therapie behandelt werden.

Ein spannender Roman zum Thema heißt "Hannah und die Anderen" von der deutschen Schriftstellerin Adriana Stern, die sich intensiv mit dieser Problematik beschäftigt hat. Die Erzählung handelt von einem Mädchen, das unter diesem schweren Schicksal leiden muss und im Laufe der Geschichte langsam lernt, damit umzugehen.

In ihrem Nachwort erzählt die Autorin, dass sie das Buch geschrieben hat, weil über multiple Kinder, Jugendliche und Erwachsene nur selten berichtet wird. Die Wenigsten haben je von diesem Phänomen gehört.

"Hannah und die Anderen" ist zwar eine fiktive Geschichte, aber sie lässt uns die realen Gefühle und Ereignisse im Leben einer multiplen Persönlichkeit miterleben. Ich habe das Buch gelesen und empfehle es sehr.

(Adriana Stern: Hannah und die Anderen. Argument Verlag; 10,90 Euro, ab 14 Jahre)

Lilli Kirchmann, Kl. 8p, Heinrich-von-Kleist-Gymnasium, Mitte

Zur Leseprobe: Hannah und die Anderen


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